Ausstellung zur Kulturgeschichte der Stromgitarre / E-Gitarre Ausstellung Stromgitarren Ausstellung Stromgitarren
Zur Startseite
Themen der Ausstellung
Linda McCartney
Veranstaltungen und Konzerte
Galerie der Stromgitarren
Bilder, Texte, Quellen
Quiz
Weitere interessante Websites
Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Anfahrt
Impressum, Adressen, Ansprechpartner
english version
 

Mannheim - Die Wiege des "Great Gretsch Sound"

"A Gretsch guitar truly glorifies the talents of the artist who comands it"
aus einer Gretsch-Broschüre von 1950

Als der noch nicht einmal 17-jährige Friedrich Gretsch im Jahr 1873 seine Heimatstadt Mannheim verließ, um in Amerika sein Glück zu suchen, trat er die lange Reise nicht unvorbereitet an. Er reiste mit einem Vermögen von 150 Gulden und hatte als erste Anlaufstelle seinen älteren Bruder Wilhelm in New York.

Bereits der Vater Wilhelm Gretsch, Handlungsreisender und Kaufmann, hatte sich als reiselustig und geschäftstüchtig erwiesen. 1822 in Simmern im Hunsrück geboren, zog er zunächst nach Speyer, wo er heiratete und Vater zweier Söhne wurde; 1850 ließ er sich in Mannheim nieder. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Wilhelm Gretsch 1854 Anna Maria von Gerichten. Zwischen 1855 und 1867 kamen neun weitere Kinder zur Welt, Friedrich im Mai 1856 als viertes Kind der Familie.

1860 kaufte Wilhelm Gretsch ein gut eingeführtes Kolonialwaren-Geschäft in bester Lage am Mannheimer Marktplatz. Für acht seiner insgesamt elf Kinder wurde Mannheim jedoch nicht zur dauerhaften Heimat - sie zog es allesamt nach Amerika.

Den nachhaltigsten Erfolg in der neuen Welt hatte sicherlich der junge Kaufmann Friedrich Gretsch. 1883 eröffnete er in Brooklyn ein kleines Musikaliengeschäft und begann mit der Herstellung von Banjos, Tamburinen und Trommeln.
Einen schweren Schlag erlitt das Unternehmen 1895, als Friedrich Gretsch während eines Europaaufenthaltes überraschend in Hamburg verstarb. Sein erst 15jähriger Sohn Fred aber bewies Mut zum Geschäft und übernahm die Firmenleitung.

Die Musik-Familiendynastie Gretsch war damit begründet. Um 1900 wurden Mandolinen in die Produktpalette aufgenommen, in die gleiche Zeit fielen die ersten Importe von Musikinstrumenten aus Europa. Fred Gretsch senior machte schließlich die Gitarre zu einem weiteren wichtigen Produkt des florierenden Unternehmens: 1933 kamen die ersten Instrumente mit dem eigenen Gretsch-Schriftzug auf den Markt.
Der Urenkel des ehemals aus Mannheim ausgezogenen Friedrich, Fred Gretsch, sorgt bis heute für "that Great Gretsch Sound" - auch wenn "Gretsch Guitars" seit 2002 zu Fender gehört.

Bettina Höcherl

 
STROMgitarren - die Themen Bildgalerie Live on stage Besuchen Sie uns! Schätze